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Kathodischer Schutz

Eine Behälteremaillierung ist aus technologischen Gründen nicht ohne Fehlstellen herstellbar. Diese Fehlstellen in der Emaillierung werden kathodisch mit einer CORREX®-Fremdstromanode oder einer Magnesium-Opferanode geschützt.

Bei einem bestimmtem Schutzstrom an der Fehlstelle (an der nicht geschützten Stahlstelle) wir die Korrosion ausgeschlossen. Man bedient sich der unterschiedlichen Wertigkeit von Metallen in der elektrochemischen Spannungsreihe wodurch der erforderliche Schutzstrom aufgebaut wird. Metallische Einbauten, z.B. Wärmetauscher, Elektroheizungen, Fühler von Thermometer und Thermostaten beeinträchtigen diese Funktion.

Die Folge ist: Das größte Spannungspotential ist nicht mehr zwischen der Magnesium-Anode und der zu schützenden kleinen Stahlfläche, sondern zwischen der Magnesium-Anode und den metallischen Einbauten. Oftmals sind auch die Flächen der Einbauten wesentlich größer als die Fehlstellen in der Emaille, so dass ein großer Stromfluss zwischen der Anode und den Einbauten besteht und somit der blanke Stahl nicht mehr geschützt wird. Magnesium-Anoden opfern sich in einem solchen Fall wesentlich schneller auf und wenn dann nach relativ kurzer Zeit kein Magnesium mehr vorhanden ist, wird der ungeschützte Stahl an der Fehlstelle der Emaillierung zur Anode und opfert sich dann auf die höherwertigen metallischen Einbauten auf. Die Folge ist die sogenannte Lochfraß-Korrosion, ein rein galvanischer Vorgang und nur wer diese Zusammenhänge kennt, kann Gegenmaßnahmen vornehmen.Galvanische Ströme verlaufen nur geradlinig. Die Wärmetauscher in der DK-Wärmerückgewinnung sind in Kunststoffhüllen eingebaut (Kaminprinzip) und die Anschlussenden sind innerhalb des Behälters mit Silikonschlauch überzogen. Somit liegen die Wärmetauscher galvanisch „im Schatten“ und werden nicht wirksam. Oben eingebaute PWW-Wärmetauscher und auch Elektro- Heizeinsätze werden elektrisch nicht leitend in den Behälter eingebaut. Grundsätzlich sollte versucht werden, die Fehlstellen in der Emaille so gering wie möglich zu halten. Hierzu werden bei DK alle Anschlussnippel mit Außengewinde ausgerüstet, so dass bis zur vorderen Kante emailliert werden kann lediglich, für die Magnesium-Anode und E-Heizeinsätze werden Muffen 1 1/4“ bzw. 1 1/2“ eingeschweißt. Hierbei handelt es sich aber um „ausgedrehte“ Muffen mit nur 1 cm Gewindelänge und diese Gewindelänge wird von den Einbauten vollständig abgedeckt. Derartige Muffen sind nicht handelsüblich zu beziehen und müssen in Kleinserien angefertigt werden. All dies ist sehr aufwändig und bedingt einen relativ hohen Preis, aber es ist die Grundvoraussetzung für eine jahrelang problemlos arbeitende Anlage.

Emaillierte Großserienbehälter ohne Einbauten verzichten auf diese aufwändigen Schritte und sind somit wesentlich preiswerter, aber für unseren Zweck nicht einsetzbar.

Emaillgerechte Behälterkonstruktionen

CORREX®-Fremdstromanode 

Die CORREX®-Fremdstromanode garantiert einen zuverlässigen Dauerschutz des Behälters. Daher müssen Sie keinerlei Wartungen der Anode wie bei der Magnesium-Opferanode vornehmen. Die CORREX®-Fremdstromanode sichert eine lange Sicherheitslebensdauer. Weiter bietet die CORREX®-Fremdstromanode eine exakte Schutzstromregulierung, keinen Überschutz (Knallgas-Risiko), kein Anodenschlammbildung und eine optische Funktionskontrolle. Eine 230 V-Steckdose mit Dauerspannung sollte in unmittelbarer Nähe des Behälters der DK-Wärmerückgewinnung installiert werden, denn das mitgelieferte Anschlusskabel der CORREX®-Fremdstromanode darf auf keinen Fall durchtrennt und verlängert werden. Andernfalls besteht die Gefahr der Polaritätsumkehr. Statt Korrosionsschutz ist dann eine verstärkte Korrosion gegeben.

DK-Kälteanlagen bietet zwei unterschiedliche Typen der CORREX®-Fremdstromanode:

  • CORREX®-Fremdstromanode 230 V / 4W
  • CORREX®-Fremdstromanode 230 V/4 W mit 2 Fühlerelementen (erforderlich entweder bei Speicher 1000l oder ab 8 m² Wärmetauscher-Oberfläche) 

    Magnesium-Opferanoden

    Magnesium-Opferanoden müssen nach 2 Jahren erstmals kontrolliert werden.

    Bei Aufzehrung von mehr als 50% ist die Anode durch eine neue Anode zu ersetzen.

    Magnesium-Opferanoden für Trinkwasser

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